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Apple produziert wieder kein "Billig-iPhone" - warum auch? 5.10.2011

Apple produziert wieder kein "Billig-iPhone" - warum auch? 5.10.2011

Am Mi 05.10.2011
Gestern (nach der Vorstellung des iPhone 4S) geisterte wieder die dumme Idee eines eigenen Billig-iPhones von Apple umher. Angeblich waren manche enttäuscht weil es wieder nur Qualitätsprodukte gab. Wie schwachsinnig.

Die Kritiker haben nichts verstanden: Apple ist kein Chip- oder Plastik/Glas/Metall-Gehäuse Hersteller. Viele, viele davon sitzen in China, in Korea, in Japan, überall.
Apple verdient an den Services, der Kundenzufriedenheit, der Qualität, den Apps, der Musik, den Videos.
Wo soll Apple an einem billigeren Gerät sparen? Was soll Apple ein- oder ausbauen:
  • einen schlechteren Bildschirm? Damit man den Content, die Apps nicht mehr konsumieren kann?
  • einen billigeren Touch-Screen, damit das Kasterl immer noch gut aussieht, aber nicht mehr verwendbar ist?
  • einen billigeren Prozessor, damit die Apps und die neuen Services, die die Konkurrenz noch nicht kann, nicht mehr funktionieren?
  • weniger Flash-Speicher, damit man weniger Apps und Musik kaufen kann?
  • schlechtere Gesamtqualität, dann habe ich zwar ein Gerat gekauft, das nächste kaufe ich dann von jemandem Anderen.
  • eine schlechtere Kamera? Das wäre möglich. Das erste iPhone hatte eine Kamera, die wirklich schlecht war. Das Kameramodul kostet sicher unter 5% des Gerätes, das bringt kaum genug.
All das machen die Konkurrentern schon. Billig-Nachbauten der Android-Clones gibt es genug. Nur wenige sind selbst eigenständige, innovative Entwicklungen der Rest ist auswechselbar. 
Ein billig-iPhone dürfte nur die Hälfte kosten und müßte Abstriche bei jedem Punkt machen. Dann würden Billig-Konkurrenz-Geräte immer noch einen Bruchteil kosten und halt noch ein wenig schlechter funktionieren. Nach unten ist immer Platz.
Sind Billig-Geräte einen Platz unter der Beliebigkeit anderer Hersteller wert?
Ein Hauch von Exklusivität tut der Marke gut. Strenge Vorschriften bei den Apps, dem anderen Content. Kleine Schlagzeilen darüber. 
iPhones sind keine Wegwerf-Geräte wie gewöhnlicher Elektronik-Ramsch. Die Apps, die Musik, der Content sind das Konsumgut.
Ich kann ein iPhone jahrelang verwenden und mich daran gewöhnen. aber die Apps tausche ich nach Lust und Laune aus. Nicht alle Apps - meine Daten wie eMails, Photos, Termine, Adressen, Notizen müssen in standfesten Apps, an die ich mich gewöhnen kann, stecken. Wenn ich ein gelegentlich verwendetes Vergnügungs-App nicht mehr spontan verwenden kann - weil ich nicht mehr weiß, wie ich es dazu bringe, zu machen, was ich gerade vorhabe - lade und kaufe ich ebenso spontan ein neues App.
Meine Daten, mein intimer, persönlicher Content darf nicht verloren gehen, mein Kontakt zu ihnen muß nahe bleiben. Keine Experimente mit Apps bei den bleibenden Daten! Und diese Daten müssen auch auf meine nächsten und auf alle anderen Geräte. Apple hat dazu ein neues Service: iCloud.

Wer glaubt, daß alle Geräte billige Wegwerf-Artikel sein müssen, hat die Bezeichnung Analyst nicht verdient. Es gibt beliebig viele Konsum- und Wegwerf-Produkte. Wenn ich ein hochwertiges Gerät in den Händen halte, mit dem ich zufrieden bin, und darüber konsumiere, kann das ein gewaltiger Markt sein. Auch wenn ich es länger verwende.

Konsum immer weiterer Güter durch Unzufriedenheit und schlechte Qualität ist eine Variante, aber keine Standardlösung.

Billig-Geräte sind nicht nachhaltig, nicht im Materialverbrauch (seltene Erden, Plastik, Metall), nicht in der Lebens-Qualität, in der ich das Gerät in mein Leben einbinde, nicht im Image einer Marke die mich lange halten möchte, nicht... Nachhaltig wird ein wichtiges Thema, denn das Gegenteil bewährt sich gerade gar nicht.

Der Content ist das Wegwerf- und Konsum-Produkt, nicht das Kasterl.
Marcus Kabele
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  • Marcus Kabele, Wien

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Fax: +43 1 8943232
   

 
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