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Marcus Kabele
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Mein persönliches Apple-Resume 2013: Es geht bergab! 31.12.2013

Mein persönliches Apple-Resume 2013: Es geht bergab! 31.12.2013

Am Di 31.12.2013
1981 habe ich am Apple ][ Programme geklopft, nach einem Ausflug bei IBM war ich 1987 Mitarbeiter von Apple, machte technischen Support, Hotline, Schulungen.

Ich bin kein Apple Fan, ich lebe mit Apple Geräten - und von ihnen.

Ich war 1993 einer der ersten Newton Developer (Walt Mossbergs einflußreichstes Technik-Produkt). 1996 hat Apple unter Steve Jobs Apples Kurs in letzter Sekunde korrigiert und den Newton vom Markt genommen und auch die Unabhängigkeit von Newton Inc verhindert. Ich habe über ein Jahr an Programmierarbeit schubladisieren müssen. Totalverlußt. Aber diese Entscheidungen waren nachvollziehbar und wohl unumgänglich.

Mein Entschluß: ich programmiere nie wieder für einen Hersteller, mache mich nie von einer einzelnen Firma und deren strategischer Entscheidungen abhängig.
Deshalb habe ich nie iPhone/iPad Apps programmiert.

Daß der nächste Notfall so schnell eintreten würde, hat mich aber doch überrascht: iOS 7 ist das Schlechteste, das ich in den letzten 20 Jahren von Apple gesehen habe. Und ich kenne alle Apple Produkte, früher auch die geheimen. Nur "Copland" war bei allen Präsentationen eine offensichtlichere Katastrophe. Und der Apple III, den ich damals nicht einmal in meiner Sammlung haben wollte.

Aber ich veranstalte iPhone- und iPad Benutzer-Treffen, betreue Firmen und Private, halte Schulungen, programmiere mobile Web-Systeme. Betreue auch Mac Kunden. Bin also doch tief im Apple Universum.

Wenn iOS 7 die Zukunft Apples ist, so haben sie alles verlernt, weswegen ich Apple seit 30 Jahren schätze und nutze. iOS 7 ist für mich ein No-Go.

Die größte Dummheit unter vielen: Buttons - das wichtigste Bedienelemet eines graphischen Betriebssystemes - sehen nicht mehr wie Buttons aus. Sondern sind irgendein Text, statt grau in irgendeiner Farbe. Die User-Interface Regel, daß Bedienelemente nicht ausschließlich über Farbgebung charakterisiert werden dürfen, hat Apple vergessen. 30 Jahre waren sie Vorreiter, nun sind sie Schlußlicht.
Wenn Apple keine Elemente der realen Umgebung mehr zitieren will, muß es auch Zahlen, Buchstaben, Farben, Linien, Flächen und alle anderen graphischen und menschlichen Elemente verbannen. Dann darf der Schirm nur mehr grüne Kolonnen wie in "Matrix" anzeigen, aber bitte keine Zahlen, sondern nur BitMuster. Die Eingeweihten werden die Matrix auch so durchschauen.
Wenn etablierte Betriebssysteme aus Marketinggründen umgebaut werden, stinkts. Und meistens krachts bald darauf.

Und OSX 10.9 (10.9.1) ist leider für mich auch unbrauchbar!

Ich weigere mich seit 25 Jahren WinDOS anzugreifen:
  • Erstens, weil es jahrzehntelang so unerträglich häßlich war. Sie haben gelernt.
  • Zweitens, weil es keinen Finder gab. Und ich bin ein Power-User, Programmierer, Ausbildner, Problem-Löser, Berater und zische über die Bildschirme im überschall Tiefflug umher. Jetzt hat Apple den Finder verlernt. Das einzige Programm, das es seit 1984 ununterbrochen gibt / gab.
Ich bin extrem organisiert, und nutze mein Photographisches Gedächtnis. Ich fahre mit der Maus schon auf die Stelle am Bildschirm, ehe die Grafiken aufgebaut sind. Meine Fenster sind genau platziert, jeder Ordner hat seine Position, seinen Bildschirm (Space), seine Größe, seine Darstellung, Sortierung, Spaltenbreiten. Meine unterschiedlichen Daten sind mit unterschiedlichen Ordnern organisiert, für die Kommunikation anders als für Büro-Daten, Grafik-Daten, Programmier-Daten oder Medien-Erstellung. Ich habe ein über 25 Jahre gewachsenes System im Finder.

Der neue Finder von 10.9 bietet mir zwei Alternativen:
  • ein Fenster ohne Tabs, in dem sich die Ordner abwechseln,
  • ein Fenster mit Tabs auf die sich die Ordner verteilen.

Ich brauche mehrere Fenster in Finder! Jedem Ordner sein Fenster seinen Platz, seine Größe, seine Darstellung.

Will Apple das nicht mehr, oder kann es nicht mehr?
Seit 25 Jahren kann ich erstmals mit dem Finder nicht mehr arbeiten!
Seit 25 Jahren kann ich erstmals mit einen Mac und dem dazugehörigen System nicht mehr arbeiten! (Wenn ich auf 10.9 umsteige)

Apple wird zur Sackgasse.

Und ich habe noch einige Macs und andere Apples umherliegen: Apple ][e, Apple IIc, Apple IIgs, Newton 100, Newton 120, Newton 2100, Lisa, Mac 512e, Mac Plus, Mac SE30, Mac IIx, Mac IIfx, Mac LC 475, Mac LC 630 with TV and MPEG Decoder, Mac G3, PowerBook 100, PowerBook Duo, PowerBook 5xxx, PowerBook G4, MacBook Pro , iMac DV, Mac G4 cube, iMac 2G (Nachttischlampe), iMac 6G 21.5", u.a. Fast alle rennen noch und ich habe sie im Griff.

Ich habe seit System 3 alle Mac Betriebssystem-Versionen aktiv verwendet, betreut und geschult. Also 15 Mac System-Hauptversionen - sollte OSX 10.8 das letzte sein?

Der OSX 10.9 Finder ist derzeit das Letzte!

Oder Apple bessert den Finder doch noch aus... Aber sie sind auch bei iOS gerade unerbittlich, ändern ohne Rücksicht auf Verlußte.

Mitte der 1990er war Apple fast zerstört, nur mehr Wochen von der Zahlungsunfähigkeit entfernt, und ich hätte fast die Branche wechseln müssen. Steve hat in seiner zweiten Regierungszeit zuerst radikal umgesteuert und abgespeckt, und auch mich (und viele andere) damit getroffen. Ich mußte ein Jahr Arbeit abschreiben. Alles besser als as KleinWeiche System.

Jetzt schlingert Apples Kurs wieder dahin, aber nicht wegen Erfolglosigkeit, sondern wegen zuviel Erfolges der im Höhenflug den Kontakt zu Boden, Basis und langjährigen Mitstreitern verlieren läßt. Jetzt wird nicht fokussiert und gepflegt, sondern nur geändert, um aufzufallen.

Entwickelt sich Apple zum ausschließlichen Modeartikel, statt zum Gebrauchsartikel mit langjährigen, treuen Nutzern?

Ist es wichtiger durch Neuigkeiten aufzufallen, statt seine Nutzergemeinde zu erhalten?

Braucht Apple bei dem tollen Wachstum noch seine bisher zufriedenen Nutzer? Oder sind eine Milliarde Chinesen und andere neue Märkte wichtiger?

Versteht Apple, daß ihre Geräte für einige Modeartikel und Statussymbole sind, für andere aber Werkzeuge im Privaten und Professionellen?

Ich bin vor den Kopf gestoßen. So viele Fehler und Ignoranz habe ich Apple nicht zugetraut. Jahrelang habe ich gewitzelt, es wäre gut auf der Seite des Underdogs zu sein und nicht beim mächtigen Branchenführer - wenn Apple je Nummer Eins würde, würde es gefährlich. Wo ist der kreative UnderDog hin? Wird mit dem Erfolg jeder zwangsweise ein selbstgefälliger, egozentrischer Marketing-Weltkonzern?

Nach 30 Jahren frage ich mich: Hat Apple noch Biß, oder Schädlingsbefall?

Mahlzeit!
Marcus Kabele
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